3. Bundesligaspieltag TKV Jerze I

TKV Jerze verliert auch gegen Wasserfalfingen udn FF Bruck knapp - nach dem Aufstieg folgt der Abstieg:

Zur weitesten Auswärtsfahrt fuhren die vier Stammkicker des TKV Jerze nach Wasseralfingen. In dem Abstiegsgipfel traf man auf die Teams in der unteren Tabellenregion. Klar war, dass bei dem Dreiergipfel der Teams aus Wasseralfingen, den Flinken Finger Bruck und dem TKV Jerze die ersten Vorentscheidungen um den Abstieg fallen würden. Nach zwei knappen 14:18 Niederlagen folgt beim TKV Jerze nach dem Aufstieg leider wieder der Direktabstieg. Das abschließende Duell zwischen Wasseralfingen und Bruck endete schiedlich friedlich 16:16 Unentschieden.

PWR `78 Wasseralfingen – TKV Jerze I                18:14   58:47

Im ersten Spiel der beiden Aufstiegsteams konnten die vier „W“s (Felix, Kilian und Uli Weishaupt sowie Jakob Weber) vom Gastgeber Wasseralfingen (also das fünfte „W“) die ersten Spiele für sich entscheiden und lagen über ein 2:2 mit 5:3 und 8:4 und 9:7 Punkten vorn. Die folgende Runde baute mit zwei klaren Siegen von Uli Weishaupt gegen Christian Reymann und Jakob Weber gegen Andreas Hofert den Vorsprung auf 13:7 aus. Ganz kampflos ergeben wollten sich die Kicker aus Jerze allerdings nicht. Marcel Kreuzweiß gewann gegen Kilian Weishaupt und Tobias Witte gegen Felix Weishaupt und brachte die Jerzer auf 11:13 Punkten heran. Dann kam die völlig verrückte Vorschlussrunde. Christian Reymann konnte eine zwischenzeitliche 3:0 Führung gegen Kilian Weishaupt beim 4:5 leider nicht ins Ziel bringen. Auf der anderen Platte trafen die Routiniers Uli Weishaupt auf den Jerzer Teamkapitän Andreas Hofert. Beim Stand von 4:3 für Jerze schaffte Uli Weishaupt mit einem Torwarttor (!) für den 4:4 Ausgleich zehn Sekunden vor Schluss. Andreas Hofert überlegte kurz, spielte den Anstoß zum Torwart zurück und traf 1 Sekunde vor der Schlusssirene zum viel und lautstark umjubelten 5:4 Siegtreffer. Damit ging es mit 15:13 Punkten für Wasseralfingen in die letzten zwei Partien. Tobias Witte trotzte Kilian Weishaupt ein gerechtes Unentschieden ab. Auf der anderen Platte verlor der beste Jerzer Marcel Kreuzweiß (5:3 Punkte) knapp mit 2:3 gegen den besten Wasseralfinger und Vize-DEM-Sieger Jakob Weber (7:1 Punkte). Damit war die knappe 14:18 Niederlage bei 47:58 Punkten besiegelt.

TKV Jerze I – Flinke Finger Bruck                         14:18   49:58

Direkt im Anschluss ging es im Spiel Jerze gegen FF Bruck um den letzten Strohhalm, den Direktabstieg noch zu verhindern. Nach einem 1:3 Rückstand konnten die Jerzer auf 4:4 Punkte ausgleichen und dann sogar erstmals in der Erstligasaison mit 8:4 und 10:6 und 12:8 Zählern in Führung gehen. Ein Doppelschlag von Wolfgang Renninger (3:1 gegen Tobias Witte) und Vincent Höhn (5:2 gegen Christian Reymann) brachte die Brucker wieder auf 12:12 Punkte heran. Nach der folgenden Punkteteilung ging es mit dem Stand von 14:14 in die beiden Schlusspartien. Beide Spiele gingen jedoch klar mit je 5:2 (Wolfgang Renninger gegen Marcel Kreuzweiß und Vincent Höhn gegen Tobias Witte) an die Brucker Kicker. Damit gewannen die Brucker verstärkt durch die Schweizer Kicker Manuel Häfeli und Philipp Derungs (am tage des EM Spiels Deutschland gegen die Schweiz) knapp mit 18:14 Punkten bei 58:49 Toren. Bester Jerzer war Marcel Kreuzweiß mit 5:3 Punkten, während auf Brucker Seite Vincent Höhn mit 7:1 Punkten nahezu perfekt agierte.

In der aktuellen Tabelle grüßt der TKV Jerze mit 0:12 Punkten als Tabellenletzter und steht somit auch als erster Absteiger fest. Zwischen dem sechsten Wasseralfingen (5:7 Punkte) schieben sich vor den Bruckern als achten  (3:9 Punkte) überraschend noch die Kicker aus Drispenstedt (4:8 Punkte). Von oben grüßen die Teams aus Frankfurt (11:1) und Hirschlanden mit 9:3 Zählern. Während es für die Jerzer am letzten Spieltag in Waltrop gegen die Teams aus Waltrop und Kaiserslautern noch um die Ehre und womöglich die ersten Punkte geht, treffen die Teams aus Drispenstedt und Bruck zusammen mit dem TKC Hirschlanden direkt aufeinander. Für Spannung dürfte hier gesorgt sein.

 (Andreas Hofert)